Die Praxis feierte kürzlich ihr 20-jähriges Bestehen!!
 
  ZIELGRUPPE  
 

Patienten mit erworbener Hirnschädigung, die ambulante Rehabilitation in Anspruch nehmen wollen.

  • Schädelhirntraumen
  • Schlaganfälle
  • Neurochirurgische Eingriffe am ZNS
  • Hirnblutung
  • Globale Hypoxien
 
     
  THERAPIEVORAUSSETZUNGEN  
  Vorraussetzung für die Behandlung sind:  
 
  • Basale Selbstversorgung (Anziehen, selbstständig essen, selbständiger Toilettengang)
  • Motivation zur Behandlung
  • Erkennbares Verbesserungspotential
  • Minimale Kommunikations- und Gruppenfähigkeit
  • Medizinisch stabiler Zustand
  • Mindestalter von 16 Jahren
 
     

Die Entlastung der Angehörigen und deren psychologische Betreuung
ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Therapie.

 


 
 

BEHANDLUNGSZIEL

 
 

Der für jeden Patienten individuell erstellte Therapieplan trägt der zu Beginn durchgeführten ergotherapeutischen, logopädischen, neurologischen, neurophysiologischen und  neuropsychologischen Untersuchung Rechnung. Das Spektrum des daraufhin formulierten Therapieziels kann von einer Verbesserung der häuslichen Selbständigkeit bis hin zu einer vollständigen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess reichen.

 
     
 

Es gilt nicht nur ein Leistungsdefizit durch Training zu beheben, sondern
vor allem den Patienten in der Gesamtheit seiner Fähigkeiten zu rehabilitieren.

 
   
 

THERAPIEANGEBOT

 
 

 Das Therapieangebot des interdisziplinären Teams umfasst:

 
 
 
 

Ergotherapie:

  • Selbsthilfetraining
  • Feinmotoriktraining
  • Schreibtraining
  • Handwerk
  • Küchentraining
  • Computertraining
  • Konzentrationstraining
  • Apraxiebehandlung
 
 

Logopädie:

  • Sprachtraining
  • Lese- und Schreibtraining
  • Artikulationstraining
  • Mundmotoriktraining bei Facialisparesen
  • Stimm- und Atemtraining
  • Schlucktraining
  • Gedächtnis- und Konzentrationstraining
 
 
 
 

Physiotherapie:

  • Neurophysiologisches Funktionstraining
  • Koordinationsschulung
  • Konditionstraining
  • Wahrnehmungstraining
 
 

Kognitives Training:

  • Neuropsychologisches Funktionstraining (Gedächtnis, Konzentration, Aufmerksamkeit)
  • Alltagsfunktionstraining
  • Entspannungstraining
  • Krankheitsbewältigung
  • Videounterstützes Selbstwahrnehmungstraining
  • Betreuung der Angehörigen
 

STÖRUNGSBILDER:

Hemiparese/Hemiplegie:

Wenn nach einem Schlaganfall, einer Hirnblutung oder einem Schädel-Hirn-Trauma das motorische Zentrum im Gehirn betroffen ist, so kann eine so genannte Halbseitenlähmung/ Hemiparese die Folge sein. Wenn der Schlaganfall in der rechten Gehirnhälfte war, so ist die kontralaterale Seite, also der linke Arm und/oder das linke Bein betroffen, und umgekehrt. Eine Hemiparese wird häufig von Sensibilitätsstörungen begleitet. Die Lähmung gibt es in unterschiedlichen Schweregraden, von einer leichten Ungeschicklichkeit der Finger kann es bis zu einer völligen Unbeweglichkeit reichen, die den Patienten in den Rollstuhl zwingt. Hier gilt: Wenn man auch nur selten die völlige Wiederherstellung der früheren Beweglichkeit erreichen kann, so kann die Physiotherapie doch eine deutliche Verbesserung und wesentliche Hilfen zur Bewältigung des Alltags bringen.


Kognitive Defizite:

Bei einem Schädel-Hirn-Trauma, bei dem das ganze Gehirn durch den Unfall in Mitleidenschaft gezogen wurde, aber auch nach einem Schlaganfall, bei dem auch Teile des Gehirns betroffen sind, können mehr oder weniger starke kognitive Defizite die Folge sein. Das können Gedächtnisstörungen sein, fast immer ermüden die Patienten viel schneller als früher und können ihre Aufmerksamkeit nicht gezielt auf eine Sache richten. Im kognitiven Training wird auf diese Defizite eingegangen, durch gezielte Übungen –teils auf dem Computer- kann eine deutliche Besserung erreicht werden. Das ist natürlich besonders wichtig, wenn der Patient wieder vorhat, in seinen Beruf zurückzukehren.


Alltagsfunktionstraining

Bedingt durch die plötzliche Behinderung –sei es eine Halbseitenlähmung, sei es eine Antriebsstörung oder eine Apraxie- können die alltäglichen Verrichtungen wie Anziehen, Zähneputzen, Einkaufen, Kochen, aber auch Rechnen, Schreiben oder Malen plötzlich sehr erschwert sein. In der Ergotherapie werden –neben anderen Dingen wie kognitives Training, Handwerk und Bewegungsübungen- auch speziell diese Alltagshandlungen wiedererlernt.


Sprachstörung/Aphasie

Nach einem Schlaganfall/Hirnblutung oder einem Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma kann es, wenn das Sprachzentrum betroffen ist, zu einer Aphasie/ Sprachstörung kommen. Dabei handelt es sich um eine Störung des ganzen Sprachsystems, also des Sprechens, des Verstehens, oft auch des Lesens, Schreibens und Rechnens. Es gibt die unterschiedlichsten Schweregrade einer Aphasie. Wenn man auch -je nach Ausmaß des Ausfalles- meist keine völlige Wiederherstellung der früheren Sprachfähigkeit erreichen kann, so kann eine logopädische Therapie doch die Möglichkeiten der Kommunikation des Patienten deutlich verbessern.


Sprechstörung/Dysarthrie

Nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder auch einem Schlaganfall/Hirnblutung kann es zu einer Dysarthrie/ Sprechstörung kommen. Im Gegensatz zur Aphasie ist hier nicht die Sprache als System gestört, sondern die Aussprache. Es kommt zu einer heiseren Stimme, einer gepressten und mühsamen Aussprache, auch zu Störungen der Atmung und der Sprechmelodie. Im Vordergrund der logopädischen Therapie stehen Artikulationsübungen, Atemübungen und auch Übungen zur Verbesserung der Prosodie.


Krankheitsbewältigung/Krankheitseinsicht:

Durch die plötzliche Behinderung ändert sich vieles im Leben des Patienten. Neben Dingen, die er nicht mehr machen kann, wie viele frühere Hobbys, aber auch Autofahren oder die Berufsausübung, ziehen sich die Freunde zurück und die Familienkonstellation gerät durcheinander. Unser kognitiver Trainer steht den Patienten, aber auch den Angehörigen für Einzelgespräche zur Verfügung. In unserer „Mittagsrunde“, die drei Mal in der Woche stattfindet, der Self-awarness-group, wird mit allen unseren Patienten gemeinsam an der Krankheitsbewältigung gearbeitet.


 
 

BEHANDLUNGSDAUER UND KOSTEN

 
 

Der Behandlungszeitraum  umfasst in der Regel einige Wochen, manche unserer Patienten kommen aber auch schon mehrere Jahre.

Je nach Bedarf und Belastbarkeit wird zwei bis drei mal in der Woche die 4 – stündige Therapie angeboten.

Der Patient benötigt Verordnungen für Physiotherapie auf neurophysiologischer Basis, Ergotherapie und Logopädie .

Für das neuropsychologische Training sind täglich € 20 zu bezahlen.